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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es endlich Porzellan, das gut geformt und lebensecht bemalt werden konnte. Zunächst bestanden die Puppenköpfe noch aus glasiertem Porzellan, welches dann im letzten Viertel des Jahrhunderts durch das Biskuitporzellan abgelöst wurde, das der menschlichen Haut am ähnlichsten war. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts, waren Puppen noch das Abbild erwachsener Frauen, sie trugen die neueste Mode und hatten oft eine reichhaltige Garderobe. Gegen Ende des Jahrhunderts wechselte dies, das französische Bébé stellte nunmehr den Typus des Kleinkindes dar. Ende des 19. und des nun beginnenden 20. Jahrhunderts waren die Puppen prächtig und aufwendig gekleidet, besonders gilt dies für die Puppen der französischen und deutschen Hersteller. Im Laufe der Zeit änderte sich der Geschmack und Charakterpuppen kamen ab ca. 1910 in Mode. Sie hatten nicht mehr nur die lieblichen Kindergesichter, sondern charaktervolle Züge, auch weinende oder schreiende Puppenkinder sind zu finden. Neben der Kleinkindpuppe gab es jetzt auch Babypuppen.
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